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Namensänderung
Mit welchem Namen unterschreibst du bei der Hochzeit? Standesamt, Ehevertrag und Trauzeugen
Rund um die Hochzeit warten mehrere Unterschriften auf dich: bei der Anmeldung, beim Ehevertrag, bei der Trauung und vielleicht in der Kirche. Hier erfährst du, welcher Name wohin gehört, warum es meist noch dein aktueller ist und wie du dich vorbereitest, damit deine Hand im großen Moment ruhig bleibt.
Fast jedes Hochzeitsalbum hat dasselbe Bild: das Paar, über einen Tisch gebeugt, beim Unterschreiben. Es dauert nur ein paar Sekunden, und trotzdem machen sich viele vorher Gedanken. Welchen Namen schreibe ich? Was, wenn meine Hand zittert? Was genau unterschreiben die Trauzeugen? Vielerorts unterschreibst du die Eheurkunde mit dem Namen, den du jetzt hast, denn in diesem Moment ist er noch dein rechtlicher Name; ein neuer Name gilt erst mit der Eheschließung. Manche Orte handhaben es anders, frag also vorher nach. Dieser Artikel geht die Unterschriften rund um eine Hochzeit durch, von der Anmeldung bis zu den Tagen nach der Trauung, und zeigt, wie du dich vorbereitest, damit die Bewegung auch auf den Fotos sicher aussieht. Wie du nach der Hochzeit deine neue Unterschrift gestaltest, steht in einem eigenen Artikel; hier geht es um den Tag selbst und die Papiere drumherum. Das sind allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung: Der genaue Ablauf hängt vom Land und vom Amt ab.
Wie viele Unterschriften gibt es rund um eine Hochzeit?
Eine Hochzeit ist nicht nur eine Unterschrift. Bei den meisten Paaren kommen diese Papiere vor, ungefähr in dieser Reihenfolge. Nicht alle betreffen jeden.
- Die Anmeldung der Eheschließung. Wochen oder Monate vor der Hochzeit. Je nach Land gibst du die geplanten Namen an und unterschreibst eine Erklärung oder einen Antrag.
- Ein Ehevertrag, falls ihr einen schließt. Vor der Hochzeit, mit euren aktuellen Namen. Mehr dazu weiter unten.
- Die Niederschrift der Eheschließung. Das Register, die Niederschrift oder Urkunde, die das Paar, die Trauzeugen und der Standesbeamte oder die trauende Person unterschreiben.
- Ein Kirchenbuch bei kirchlicher Trauung. Gibt es eine religiöse Zeremonie, ist oft auch ein Kirchenbuch zu unterschreiben.
- Verträge mit Dienstleistern. Location, Fotograf, Band, Kleiderverleih. Die werden meist lange vor der Hochzeit unterschrieben, mit deinem aktuellen Namen.
Davon ist nur die Niederschrift der Eheschließung eng an den Tag selbst gebunden. Der Rest kommt davor oder danach, in ruhigeren Momenten.

Welcher Name, und warum es meist dein aktueller ist
Wenn du bei der Trauung unterschreibst, entsteht die Ehe gerade erst. Deshalb unterschreibst du vielerorts mit deinem aktuellen rechtlichen Namen: Er steht in deinen Dokumenten, und ein neuer Name wird erst mit der Eheschließung deiner. Viele sagen es ganz einfach: ein letztes Mal mit dem alten Namen.
- Wenn du deinen Namen behältst. Gar keine Frage: Du unterschreibst wie immer, jetzt und danach.
- Wenn du einen neuen Namen annimmst. Meist unterschreibst du mit deinem aktuellen Namen, und deine neue Unterschrift beginnt mit den neuen Dokumenten. Manche Orte verlangen aber den neuen Namen: Dann üb ihn vorher.
- Wenn ihr Namen kombiniert. Dasselbe gilt: Frag vorher, welchen Namen sie wollen. Wie man einen Doppelnamen unterschreibt, steht in diesem Artikel.
Bei der Trauung gehört die Unterschrift aufs Papier, um die das Standesamt bittet, und es lohnt sich, sie vorher zu kennen.
Die Anmeldung: die erste Unterschrift
In vielen Ländern musst du die Eheschließung vorher anmelden oder eine Erlaubnis beantragen. Du bestätigst deine Daten, und mancherorts gibst du auch an, welche Namen ihr danach führt. Das unterschreibst du natürlich mit deinem aktuellen Namen.
- 1Denk vorher über die Namen nach. Wenn die Namen schon hier festgehalten werden und du noch unsicher bist, frag, ob und wie sich die Wahl später ändern lässt.
- 2Prüf jede Angabe. Lies vor dem Unterschreiben Namen, Geburtsdaten und Schreibweisen Buchstabe für Buchstabe, Umlaute und Akzente eingeschlossen. Hier ist ein Fehler am leichtesten zu korrigieren.
- 3Frag, wie die Trauung abläuft. Wann, wer und wo unterschreibt, welchen Namen man erwartet, ob ihr einen Stift mitbringen sollt und was die Trauzeugen brauchen.
Wenn du weißt, welchen Namen du annimmst, ist das auch ein guter Moment, deine neue Unterschrift auszuprobieren. Bis du die neuen Dokumente beantragst, hat sie sich gesetzt. Die ganze Reihenfolge der Formalitäten findest du in der Checkliste zur Namensänderung.
Ein Ehevertrag: vor der Hochzeit, mit deinem aktuellen Namen
Wenn ihr einen Ehevertrag schließt, unterschreibt ihr ihn meist vor der Hochzeit. Hier ist die Sache klar: Ihr unterschreibt beide mit euren aktuellen Namen, wie sie in euren Dokumenten stehen, und mit euren gewohnten Unterschriften.
- Formvorschriften. In vielen Ländern gelten für einen Ehevertrag strengere Formvorschriften als für einen gewöhnlichen Vertrag: Er braucht vielleicht einen Notar, die Beteiligung einer Anwältin oder Zeugen.
- Jede Seite zählt. Hat der Vertrag mehrere Seiten, musst du vielleicht jede abzeichnen. Frag nach und verwende durchgehend dieselbe Kurzform.
- Lies ihn, bevor du unterschreibst. Selbstverständlich, aber es muss gesagt werden: Unterschreib ihn nicht in der Hektik vor der Trauung. Was du vor jeder Vertragsunterschrift prüfen solltest, steht in diesem Artikel.

Bei der Trauung: die Unterschrift im Standesamt
Die Unterschrift gehört zur Zeremonie, meist nach dem Jawort. Das Paar, die Trauzeugen und der Standesbeamte oder die trauende Person unterschreiben nacheinander. Die genaue Reihenfolge und ob auf Papier oder auf einem elektronischen Pad, bestimmt das Standesamt.
- 1Prüf die Angaben, wenn du kannst. Wenn die Angaben vorgelesen oder gezeigt werden, achte auf Namen und Schreibweisen. Später lässt sich ein Fehler schwerer korrigieren.
- 2Schreib in deinem normalen Tempo. Sie muss nicht schöner sein als sonst. Deine vertraute, geübte Bewegung ist die sicherste, auch wenn du nervös bist.
- 3Erfinde für den Tag keinen Schnörkel. Eine Schleife oder ein Unterstrich, den du nie geübt hast, geht unter Druck am ehesten schief. Unterschreib wie an jedem gewöhnlichen Tag.
- 4Wenn es schiefgeht, sag es. Rutscht dir die Hand weg oder beginnst du den falschen Namen, flick nichts nach. Sag es dem Standesbeamten; er weiß, was zu tun ist.

Mancherorts unterschreibst du inzwischen auf einem elektronischen Pad. Das kann sich seltsam anfühlen: Der Stift rutscht, und die Linie sieht etwas anders aus. Wenn du schon einmal auf einem Amt auf so einem Pad unterschrieben hast, weißt du, was dich erwartet; wenn nicht, haben wir das Wichtigste in diesem Artikel gesammelt.
Eine kirchliche Trauung: noch eine Unterschrift
Gibt es eine religiöse Trauung, führt die Kirche oder Religionsgemeinschaft oft ein eigenes Register, das du ebenfalls unterschreibst. In manchen Ländern sind standesamtliche und kirchliche Trauung getrennt; in anderen kann eine religiöse Zeremonie auch rechtlich gelten. Was für dich zutrifft, hängt davon ab, wo du heiratest.
- Frag den Pfarrer oder das Pfarrbüro. Wer unterschreibt, ob Trauzeugen nötig sind und welchen Namen man erwartet.
- Wenn die standesamtliche Trauung schon war. Dein neuer Name gilt vielleicht schon, während deine Dokumente noch den alten zeigen. Frag, welchen sie wollen.
- Bring die nötigen Unterlagen mit. Manche Gemeinden verlangen einen Nachweis der standesamtlichen Ehe. Erkundige dich vorher genau.
Die Trauzeugen: was sie mitbringen und was sie unterschreiben
Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Trauzeugen, dass sie dabei waren und die Ehe vor ihnen geschlossen wurde. Wie viele ihr braucht, ist unterschiedlich: In vielen Ländern sind es zwei Erwachsene, in manchen einer, und an einigen Orten braucht es gar keine.
- Einen gültigen Ausweis, wo verlangt. Manche Ämter erfassen die Daten der Trauzeugen und wollen einen Ausweis sehen. Erinnere sie am Vortag daran.
- Ihre eigene, gewohnte Unterschrift. Trauzeugen unterschreiben mit ihrem rechtlichen Namen und ihrer normalen Unterschrift. Die Hochzeit ist nicht der Tag, um eine neue auszuprobieren.
- Lesbare Angaben. Wenn Trauzeugen Namen oder Adresse eintragen müssen, sollte man das lesen können. Wie man allgemein als Zeuge unterschreibt, steht in einem eigenen Artikel.

Der Fotomoment: Stift, Haltung, Nerven
Das Unterschreiben ist eines der klassischen Hochzeitsfotos. Ein paar einfache Dinge sorgen dafür, dass das Bild gut aussieht und du ruhig bleibst.
- Frag nach dem Stift. Meist stellt das Amt einen. Wenn du deinen eigenen nehmen möchtest, frag, ob das geht, und nimm einen, der sicher schreibt und nicht verschmiert.
- Denk an dein Outfit. Ein langer Ärmel, eine Spitzenmanschette oder Handschuhe können am Papier hängen bleiben. Schieb den Ärmel zurück oder zieh die Handschuhe vor dem Unterschreiben aus.
- Ein neuer Ring an der Hand. Wenn du mit der Hand schreibst, die jetzt den Ring trägt, fühlt sich das beim ersten Mal ungewohnt an. Er stört nicht; sei nur darauf gefasst.
- Stehen oder sitzen. Oft unterschreibt man halb stehend an einem Tisch. Tritt nah heran, stütz den Ellbogen leicht auf und beug dich nicht zu weit vor.
- Für Linkshänder. Wenn du mit links schreibst, sag es vorher, damit Sitzordnung und Fotograf darauf eingestellt sind und du nicht über deinen Partner hinweggreifen musst. Mehr Tipps im Artikel über die Unterschrift für Linkshänder.
- Atme durch. Bevor der Stift das Papier berührt, einmal ruhig ausatmen. Deine Hand weiß, was sie tun muss.

Wenn doch der neue Name verlangt wird
Mancherorts wirst du gebeten, mit deinem neuen Namen zu unterschreiben. Dann ist das Wichtigste, dass du ihn nicht zum ersten Mal schreibst. Fang mindestens zwei, drei Wochen vorher an zu üben, dann kommt er am Tag von allein.
- 1Gestalte sie rechtzeitig. Entscheide, was von deiner alten Unterschrift bleibt und wie der neue Name hineinkommt. Eine neue Unterschrift nach der Hochzeit führt dich durch.
- 2Üb in kurzen Einheiten. Fünf Minuten täglich sind besser als ein langer Nachmittag. Der Übungsratgeber enthält einen Plan, Tag für Tag aufgeteilt.
- 3Probe die echte Situation. Unterschreib im Stehen, über einen Tisch gebeugt, mit einem fremden Stift. So wird es bei der Trauung sein.
Wenn du sehen möchtest, wie dein neuer Name als Unterschrift aussehen könnte: in Calligra kannst du über 30 Stile mit deinem neuen Namen ausprobieren, und die gewählte bringt dir Buchstabe für Buchstabe bei. Probier es mit deinem Namen aus.
Nach der Hochzeit: die ersten Tage
In den Tagen nach der Hochzeit kommt die Eheurkunde, und die Formalitäten beginnen. Viele sind unsicher, mit welchem Namen sie jetzt unterschreiben sollen. Die einfache Regel: Auf ein Papier gehört die Unterschrift zu dem Namen, der auf diesem Papier und in deinem Ausweis steht.
- Solange deine alten Dokumente noch gelten. Wo du dich ausweist, etwa bei der Bank oder beim Abholen eines Pakets, brauchst du oft noch den alten Namen und die alte Unterschrift, denn die zeigt dein Ausweis.
- Auf deinen neuen Dokumenten. Hier gibst du deine neue Unterschrift ab. Sie wird zum neuen Muster.
- Dankeskarten und Einladungen. Das sind keine amtlichen Papiere, also entscheidest du. Wie ihr sie als Paar unterschreibt, steht in einem eigenen Artikel.
Die Reihenfolge für Ausweis, Bank, Arbeitgeber und alles Weitere findest du Schritt für Schritt in der Checkliste zur Namensänderung.
Der eine Satz, den du mitnehmen solltest
Bei der Hochzeit unterschreibst du meist noch mit deinem aktuellen Namen, weil er in diesem Moment dein rechtlicher Name ist. Frag aber vorher beim Standesamt nach, und schreib am Tag deine vertraute, geübte Unterschrift statt einer neuen.
Fragen
Unterschreibe ich bei der Trauung mit meinem Geburtsnamen oder meinem neuen Namen?
Vielerorts mit dem Geburtsnamen, also deinem aktuellen rechtlichen Namen, denn ein neuer Name gilt erst mit der Eheschließung. Manche Orte handhaben es anders; frag deshalb vorher beim Standesamt oder bei der trauenden Person nach, am besten schon bei der Anmeldung.
Wer unterschreibt bei der Eheschließung?
Meist das Paar, die Trauzeugen und der Standesbeamte oder die trauende Person. Wie viele Trauzeugen nötig sind, ist je nach Land verschieden; zwei Erwachsene sind üblich. Die genaue Reihenfolge und ob auf Papier oder Pad, bestimmt das Amt.
Was müssen die Trauzeugen mitbringen?
Wenn das Amt ihre Daten erfasst, einen gültigen Ausweis. Sie unterschreiben mit ihrem rechtlichen Namen und ihrer gewohnten Unterschrift. Kläre die Anforderungen beim Standesamt und gib sie weiter.
Mit welchem Namen unterschreibe ich einen Ehevertrag?
Ein Ehevertrag wird meist vor der Hochzeit unterschrieben, also mit deinem aktuellen rechtlichen Namen und deiner gewohnten Unterschrift. Zu den Formvorschriften bei dir kann dich ein Notar oder eine Anwältin beraten.
Was, wenn ich mich bei der Trauung verschreibe?
Flick nichts nach; sag es dem Standesbeamten, der weiß, was zu tun ist. Der beste Schutz gegen die Nerven: deine gewohnte Unterschrift schreiben und für den Tag keinen neuen Schnörkel erfinden.
Dürfen wir einen eigenen Stift zur Unterschrift mitbringen?
Oft ja, aber frag vorher. Unterschreibt ihr auf einem elektronischen Pad, nehmt ihr den Stift des Amts. Wenn du einen Stift mitbringst, nimm einen, der sicher schreibt und nicht verschmiert.
Probier es mit deinem eigenen Namen
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